Igel. Nachdem die Polizei und Feuerwehr in Igel aufgrund des Sprengstofffundes in der Trierer Straße etwa 150 Menschen aus ihren Häusern evakuieren mussten, ist seit 1.20 Uhr wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. Erst als die Evakuierungen abgeschlossen waren, konnten die Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes die gefährlichen Fundstücke, rund 19 Kilo hochgradig explosionsgefährlicher Sprengstoff, sicher aus dem Haus, keine 3,5 Kilometer von der luxemburger Grenze entfernt, bergen und unmittelbar an einem abgelegenen Ort außerhalb von Igel entschärfen.  In der Zwischenzeit waren etwa 100 der Evakuierte in der örtlichen Turnhalle untergekommen. Dort hatten Feuerwehr und Hilfsdienste ein Notquartier eingerichtet. Andere kamen bei Freunden und Verwandten unter. Als auch die Sprengstoff-Spürhunde in dem Haus nicht mehr anschlugen, konnte die Polizei Entwarnung geben, die Sperrungen aufheben und die betroffenen Bürger wieder in ihre Zuhause lassen.  Insgesamt waren 150 Helfer der Feuerwehren und Rettungsdienste sowie 36 Polizeibeamte im Einsatz. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Trier müssen nun die Hintergründe der Tat untersuchen.

Update:

Nach Sprengstofffund in Igel - festgenommene Tatverdächtige nach Vorführung in Haft, ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen

Trier/Igel/Region. Die drei im Zusammenhang mit dem Sprengstoffdiebstahl und den Einbrüchen in einen regionalen Betrieb festgenommenen Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier am späten Nachmittag des gestrigen 31. Januar dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Trier vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen die jungen Männer, die daraufhin in Justizvollzugsanstalten eingeliefert wurden. Zwei der Männer sind dringend verdächtig, sowohl bei dem Sprengstoffdiebstahl als auch bei dem Einbruch im Januar 2018 beteiligt gewesen zu sein, infolge dessen es mutmaßlich aufgrund von Manipulationen am Motor zu einem Brand eines Spezialfahrzeugs kam. Ihnen wird Diebstahl im besonders schweren Fall, Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und Brandstiftung vorgeworfen. Der Haftbefehl gegen den dritten Mann ist ausschließlich wegen des dringenden Verdachts einer Beteiligung an der ersten Tat im Januar 2018 ergangen. Weitere intensive Ermittlungen der Sonderkommission führten zur Festnahme eines weiteren Tatverdächtigen, der im Verdacht steht, an dem Sprengstoffdiebstahl im Dezember 2018 beteiligt gewesen zu sein. Der 21-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Luxemburg konnte mit Unterstützung durch die Kriminalpolizei Konstanz in Konstanz festgenommen werden. In seiner Wohnung in Luxemburg fanden die Ermittler, unterstützt durch Polizeibeamte aus Luxemburg, ein weiteres Kilogramm Sprengstoff und Diebesgut, das aus den Einbrüchen stammt. Auch gegen diesen Tatverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehl beantragt. Er wird im Laufe des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt.