Fell. In der Nacht von Sonntag, 03.03.2019 auf Montag, 04.03.2019 entwickelte sich aus einer verbalen Streitigkeit im Rahmen einer Fastnachtsveranstaltung in Fell zunächst eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einer noch unbekannten Anzahl von Personen. Hierbei wurde eine weibliche Person mit einem Gegenstand niedergeschlagen, sodass sie eine blutende Wunde am Kopf davontrug, welche stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Weitere Personen, die zum Teil zur Schlichtung/ Hilfe dazu kamen, wurden im Rahmen dieser Auseinandersetzung durch den alkoholisierten, 28-jährigen Beschuldigten verletzt. Der Beschuldigte stieg im Anschluss in seinen in der Nähe geparkten PKW ein. Versuche, ihn aufgrund seiner Alkoholisierung vom Fahren abzuhalten, scheiterten. Er startete den PKW und fuhr zielgerichtet auf eine Personengruppe zu, welche sich aufgrund der vorangegangenen Auseinandersetzungen vor dem Halleneingang (Seiteneingang) angesammelt hatte. Hierbei bremste er zunächst vor der Gruppe ab, fuhr nochmals ein Stück rückwärts und lenkte den PKW anschließend zielgerichtet in diese Personengruppe, sodass eine männliche, 18-jährige Person erfasst und verletzt wurde. Der Beschuldigte entfernte sich anschließend, ohne abzubremsen, von der Unfallstelle. Im Rahmen sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen 28-jährigen Fahrer konnte zunächst der verlassene PKW in Fell und letztendlich der Beschuldigte in Longuich aufgegriffen und vorläufig festgenommen werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Trier wurde dem Beschuldigten eine Blutprobe entnommen. Der PKW des Beschuldigten, welcher als Tatmittel diente, wurde beschlagnahmt. Seitens der Staatsanwaltschaft Trier wird das Delikt als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Der 23-jährige Bruder des Beschuldigten war ebenfalls in die anfänglichen Auseinandersetzungen verwickelt und zeigte sich an der Unfallstelle wenig kooperativ gegenüber den eingesetzten Kräften. Er versuchte nach eigenen Angaben, seinen flüchtigen Bruder zu schützen. Sein Verhalten uferte letztendlich in einen Widerstand gegen Polizeibeamte aus, sodass auch er zunächst zur Dienstelle verbracht werden musste. Nachdem ihm auf der Dienststelle eine Blutprobe entnommen wurde, wurde er in die Obhut seiner Mutter entlassen. Die Ermittlungen dauern an. Insgesamt waren zehn Streifenwagen der umliegenden Dienststellen, sowie zwei Notärzte und zwei Rettungswagen im Einsatz.