Bernkastel-Kues. Am Freitag (1. März) wurde durch einen Wohnungsinhaber in Bernkastel-Kues ein vermeintlich ortsnaher Schlüsseldienst mit der Notöffnung einer Wohnungstür beauftragt. Über Internetrecherche wurde eine Servicenummer bekannt (0800-5556561) für Schlüsseldienst in der Region Trier. Tatsächlich erschienen ca. 90 Minuten nach dem Anruf zwei männliche Personen bei dem Wohnungsinhaber und erklärten, dass die Öffnung der Tür kostspielig werden könnte. Sie erkundigten sich bei dem Anrufer, wieviel Geld er denn zur Verfügung hätte und ob ggfs. eine Haftpflichtversicherung bestehen würde. Angeblich würden die Kosten der Türöffnung durch den Haftpflichtversicherer übernommen. Der Wohnungsinhaber zahlte letztendlich über ein mitgeführtes Onlineterminal für E-Cash, einen Betrag in Höhe von 2918 Euro für die erbrachte Dienstleistung. Im Nachgang erschein er auf der Polizeidienststelle und brachte den Vorgang zur Anzeige, nachdem ihm klar war, dass ein Schadenersatz durch Dritte nicht erfolgen würde. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnten die beiden später Beschuldigten im Stadtgebiet angetroffen und ermittelt werden. Bei der anschließenden Durchsuchung wegen Verdacht von Betrugshandlungen konnte ein hoher Bargeldbetrag in Höhe von 9110 EUR sichergestellt werden. Außerdem wurde das mitgeführte Fahrzeug ebenfalls sichergestellt. Anhand aufgefundener Rechnungsbelege im Pkw konnte festgestellt werden, dass die beiden Täter unter Ausnutzung individueller Notlagen im Zeitraum vom 26.02. bis 01.03.2019 einen Geldbetrag in Höhe von ca. 12.000 Euro generiert hatten. Bei den jeweiligen Türöffnungen wurden oftmals vierstellige Eurobeträge kassiert. Die Tatverdächtigen sind keine Unbekannten für die Polizei. Im Ruhrgebiet laufen zahlreiche Ermittlungsverfahren in gleicher Sache. Die Polizei warnt eindringlich davor, vorbehaltlos sogenannte Service-Hotlines bei der Beauftragung einer Dienstleistung zu nutzen. Der tatsächlich in Ortsnähe befindliche Schlüsseldienst wäre für einen Bruchteil des ergaunerten Geldbetrags tätig geworden.

Fell. In der Nacht von Sonntag, 03.03.2019 auf Montag, 04.03.2019 entwickelte sich aus einer verbalen Streitigkeit im Rahmen einer Fastnachtsveranstaltung in Fell zunächst eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einer noch unbekannten Anzahl von Personen. Hierbei wurde eine weibliche Person mit einem Gegenstand niedergeschlagen, sodass sie eine blutende Wunde am Kopf davontrug, welche stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Weitere Personen, die zum Teil zur Schlichtung/ Hilfe dazu kamen, wurden im Rahmen dieser Auseinandersetzung durch den alkoholisierten, 28-jährigen Beschuldigten verletzt. Der Beschuldigte stieg im Anschluss in seinen in der Nähe geparkten PKW ein. Versuche, ihn aufgrund seiner Alkoholisierung vom Fahren abzuhalten, scheiterten. Er startete den PKW und fuhr zielgerichtet auf eine Personengruppe zu, welche sich aufgrund der vorangegangenen Auseinandersetzungen vor dem Halleneingang (Seiteneingang) angesammelt hatte. Hierbei bremste er zunächst vor der Gruppe ab, fuhr nochmals ein Stück rückwärts und lenkte den PKW anschließend zielgerichtet in diese Personengruppe, sodass eine männliche, 18-jährige Person erfasst und verletzt wurde. Der Beschuldigte entfernte sich anschließend, ohne abzubremsen, von der Unfallstelle. Im Rahmen sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen 28-jährigen Fahrer konnte zunächst der verlassene PKW in Fell und letztendlich der Beschuldigte in Longuich aufgegriffen und vorläufig festgenommen werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Trier wurde dem Beschuldigten eine Blutprobe entnommen. Der PKW des Beschuldigten, welcher als Tatmittel diente, wurde beschlagnahmt. Seitens der Staatsanwaltschaft Trier wird das Delikt als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Der 23-jährige Bruder des Beschuldigten war ebenfalls in die anfänglichen Auseinandersetzungen verwickelt und zeigte sich an der Unfallstelle wenig kooperativ gegenüber den eingesetzten Kräften. Er versuchte nach eigenen Angaben, seinen flüchtigen Bruder zu schützen. Sein Verhalten uferte letztendlich in einen Widerstand gegen Polizeibeamte aus, sodass auch er zunächst zur Dienstelle verbracht werden musste. Nachdem ihm auf der Dienststelle eine Blutprobe entnommen wurde, wurde er in die Obhut seiner Mutter entlassen. Die Ermittlungen dauern an. Insgesamt waren zehn Streifenwagen der umliegenden Dienststellen, sowie zwei Notärzte und zwei Rettungswagen im Einsatz.

Prüm. In der Nacht zu Rosenmontag, gegen 02 Uhr, befuhr ein belgischer Fahrzeugführer die L 17 von Prüm Tafel in Richtung Sellerich. In einer leichten Rechtskurve verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und landete im Straßengraben. Er wurde im Fahrzeug eingesperrt und konnte sich selbst nicht aus seiner Lage befreien. Die freiwillige Feuerwehr Prüm musste den PKW sichern und konnte den Fahrer befreien. Dieser wurde bei dem Verkehrsunfall leicht verletzt. Er wurde durch das DRK Prüm behandelt und ins Krankenhaus verbracht. Bei dem Fahrzeugführer konnte eine nicht unerhebliche Atemalkoholkonzentration festgestellt werden. Der Führerschein wurde sichergestellt und ein Strafverfahren gegen den Fahrzeugführer eingeleitet. Es wurden glücklicherweise keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet.