Mainz.  Bei einem Einsatz der Polizei Aachen Ende November in Eschweiler wurden größere Mengen an Betäubungsmittel sichergestellt, darunter auch sogenannte Legal Highs. Nach Abschluss der chemischen Untersuchungen durch das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen warnt die Aachener Polizei nun dringend vor der Einnahme der als "Legal Highs" angebotenen Substanzen. Im Rahmen der noch laufenden Ermittlungen kann in bislang drei Fällen eine Todesursache durch Einnahme dieser Stoffe nicht ausgeschlossen werden beziehungsweise ist als wahrscheinlich einzustufen. Eine genaue chemische Zusammensetzung ist für den Konsumenten dieser synthetisch hergestellten Designerdrogen nicht erkennbar und die Wirkung damit nicht kalkulierbar. Die Plastikverpackungen täuschen durch das auffällige Design über die Gefährlichkeit und Illegalität hinweg und sind häufig versehen mit dem Hinweis "NOT FOR HUMAN CONSUMPTION" (nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt) Nach dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz ist der Umgang mit derartigen Substanzen strafbar.

Die Polizei rät: Sollten Sie "Legal Highs" oder ähnliche Stoffe zu sich genommen haben, dann begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Aufsicht. Es besteht ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Sollten Ihnen Personen bekannt sein, die diese Stoffe erworben oder konsumiert haben, verständigen Sie unverzüglich Polizei und Rettungsdienste Die Aachener Polizei gibt den ergänzenden Hinweis, dass unter anderem die Onlineshops www.buyresearchchemicals.de und www.myway24.eu als Vertriebsweg für die in Eschweiler sichergestellten "Legal Highs" ermittelt werden konnten.

Die Polizei rät: Sollten Sie "Legal Highs" oder ähnliche Stoffe, insbesondere nach Erwerb in den oben genannten Onlineshops zu sich genommen haben, dann begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Aufsicht. Es besteht ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Sollten Ihnen Personen bekannt sein, die diese Stoffe erworben, konsumiert oder in diesen Onlineshops bestellt haben, dann verständigen Sie unverzüglich einen Rettungsdienst.

Hinweis: Aufgrund der gesetzlichen Schweigepflicht setzen Sie sich nicht der Strafverfolgung aus, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen einen Arzt aufsuchen.

Foto: Polizei

 

Bitburg. Zwei verletzte Polizeibeamte, mehrere beschädigte Fahrzeuge, ein Warnschuss und ein festgenommener Randalierer - das ist die Bilanz eines Einsatzes am frühen Mittwochmorgen in Bitburg. Die Beamten waren gegen 4.30 Uhr zum Gebäude einer Suchtberatungsstelle am ZOB gerufen worden. Eine Zeugin hatte einen randalierenden Mann in dem Gebäude gemeldet, der einen Bewohner angegriffen hätte. Vor Ort trafen die Beamten auf den sehr aggressiven Mann, der im Treppenhaus mit Gegenständen nach ihnen warf. Trotz Einsatz von Pfefferspray gelang es dem Mann aus dem Haus zu flüchten. Auf dem Busbahnhof konnte er zunächst zu Boden gebracht werden. Er leistete jedoch erheblichen Widerstand und entzog sich erneut der Festnahme. Aus einem parkenden PKW, dessen Scheibe er mit einer Holzlatte eingeschlagen hatte, nahm er ein Brecheisen und schlug damit auf weitere in der Nähe geparkte Fahrzeuge ein. Schließlich ging er mit dem Brecheisen auf einen Beamten zu und bedrohte ihn. Aufforderungen, stehen zu bleiben, ignorierte der Mann. Nachdem er weiter in bedrohlicher Haltung auf den Beamten zulief, gab dieser einen Warnschuss in den Boden ab. Daraufhin ließ der Mann von weiteren Angriffen gegen den Beamten ab, hielt das Brecheisen aber weiterhin in der Hand. Zwischenzeitlich waren Unterstützungskräfte einer anderen Polizeidienststelle eingetroffen, die mit Distanz-Elektroimpulsgeräten, sog. Tasern, ausgerüstet waren. Trotz Androhung des Taser-Einsatzes folgte der Mann den Anweisungen der Beamten nicht und hielt auch weiter das Brecheisen in der Hand. Schließlich setzten die Beamten den Taser ein und konnten den Mann anschließend festnehmen. Zwei Polizeibeamte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt und mussten sich in ärztliche Behandlung begeben. Bei dem Angreifer handelt es sich um einen 30-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Er wurde vorläufig festgenommen. Der Mann ist ebenfalls verletzt und wurde in ärztliche Behandlung gebracht. Mehrere Fahrzeuge, darunter ein Funkstreifenwagen der Polizei, wurden von dem Unbekannten beschädigt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

St. Vith/Herforst. Ein seit Samstag, 07. Dezember, vermisster 86-jähriger Mann aus Herforst wurde heute (9. Dezember) von Beamten der belgischen Polizei in der Nähe von Sankt-Vith tot aufgefunden. Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei Wittlich übernommen. Allerdings deutet derzeit nichts auf einen strafrechtlich relevanten Hintergrund hin.