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Prüm. Die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, die Verbandsgemeinde Prüm und die Polizeiinspektion Prüm weisen darauf hin, dass auch die Wintersportgebiete Schwarzer Mann und Wolfsschlucht gesperrt sind. Aufgrund der Gefahr von Schneebruch und zur Vermeidung von Menschenansammlungen sind die Zufahrten und Parkplätze im unmittelbaren Bereich der Gebiete gesperrt. Das Forstamt Prüm hat bereits in einer eigenen Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass aufgrund der hohen Schneelast jederzeit mit dem Abbrechen von Baumkronen, Ästen zu rechnen ist. Vom Betreten der Wälder wird dringend abgeraten, es besteht Lebensgefahr. Bereits jetzt sind einige Straßen wegen umstürzender Bäume gesperrt, die verkehrssichernden Arbeiten dauern an und sind auch für die dort eingesetzten Mitarbeiter der Straßenmeistereien und der Forstämter mit großen Gefahren verbunden. Die Zufahrten zum Wintersportgebiet Schwarzer Mann und Wolfsschlucht bleiben auf Anordnung der Kreisverwaltung gesperrt. Zum Jahreswechsel kam es dort zu größeren Personenansammlungen die nicht mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu vereinbaren waren. Aufgrund der großen Anzahl an "wild" parkenden Fahrzeugen kam es zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit, teilweise waren Zufahrten zu Rettungspunkten nicht mehr passierbar. Es mussten mehr als 170 Verwarnungen ausgesprochen werden, dazu kommen weitere Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr die durch die Mitarbeiter der VG Prüm festgestellt wurden. Die zuständigen Behörden und die Polizei Prüm mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei des Landes Rheinland-Pfalz werden am kommenden Wochenende sowohl die Einhaltung der verkehrsbehördlichen Anordnungen, als auch die Einhaltung der Regelungen zur Bekämpfung der Pandemie überwachen. Die Maßnahmen werden sich nicht auf die Wintersportgebiete beschränken. Gegebenenfalls werden weiträumige Absperrungen oder Umleitungen eingerichtet. Es wird abschließend darauf hingewiesen, dass im gesamten Gebiet keinerlei sanitäre Einrichtungen oder andere touristische Infrastruktur zur Verfügung stehen.

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Stadtkyll. Umweltschaden in bisher unbekannter Höhe verursachte ein LKW-Unfall auf der B 51 bei Stadtkyll. Aus Richtung Prüm kommend, war ein spanischer Sattelzug zwischen der Abfahrt L 24 und der Überführung der B 51 auf schneeglatter Fahrbahn mit den Schutzplanken kolidiert. Dabei wurden beide Treibstofftanks des LKW aufgerissen, sodass ca. 600 bis700 Liter Diesel austraten,  ins Erdreich einsickerten und vermutlich in einen Bach einflossen. Auf diesem Weg gelangte der ausgelaufene Kraftstoff schließlich in die Kyll. Die Gewässerverunreinigung erstreckte sich bis in die Ortslage Jünkerath. Durch die Feuerwehr wurden in den verunreinigten Bereichen Ölbindevlies aufgebracht. Im Einsatz waren die Feuerwehren Stadtkyll, Lissendorf, Prüm und Niederprüm, das DRK die Untere Wasserbehörde und die Polizei Prüm. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 100.000 Euro, beim Umweltschaden müsse von einem bislang unbekannten, jedoch hohen fünfstelligen Bereich ausgegangen werden.

Daun. Die Polizeibeamten der Polizeiinspektion Daun bekamen den Wintereinbruch im Verlaufe des Sonntag (27. Dezember) gut zu spüren. Insgesamt mussten die Beamten, über das allgemeine Tagesgeschäft hinaus, zu neun Verkehrsunfallaufnahmen ausrücken. Um die Mittagszeit kam es zu ersten Unfallereignissen, als im Bereich Daun-Neunkirchen (B 257) und in Ellscheid (B421) infolge glatter Straßen zwei PKW von der Fahrbahn abkamen und zusätzlich Verkehrszeichen und Schutzplanken Schaden nahmen. Gegen 14:00 Uhr verzeichnete die Wache der PI Daun weitere Unfallereignisse im Großraum Daun. In Weiersbach (L 46) rutschte ein PKW von der Straße gegen einen Baum; in der Bahnhofstraße krachte ein Fahrzeug gegen eine Begrenzungsmauer und im Kreisverkehr der Bitburger Straße kollidierten ein Linienbus und ein PKW. Bei diesen Ereignissen blieb es glücklicherweise bei Blechschäden. Um 15:28 Uhr wurde dann aber ein Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Omnibusses mit Fahrgästen gemeldet. Es stellte sich heraus, dass ein Bus der Linie 500 im Bereich Dockweiler durch eine starke Windböe von der Fahrbahn der B410 geweht wurde und neben der Straße gegen einen Baum prallte. Hierdurch wurden der 48- jährige Busfahrer samt seinen 5 Fahrgästen leicht verletzt. Die also 6 leichtverletzten Insassen wurden allesamt vorsorglich auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt. Gegen 16:02 Uhr kam es zu einem weiteren Verkehrsunfall mit anzunehmender Ernsthaftigkeit. Ein männlicher Fahrzeugführer war auf der winterglatten Fahrbahn der K 33 bei Gerolstein-Gees von der Fahrbahn abgekommen und 3 Meter eine Böschung hinabgeschleudert. Er konnte seinem PKW unverletzt entsteigen und einen Notruf absetzen. Seine Beifahrerin, im Frühstadium schwanger, verblieb bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte sicherheitshalber im Fahrzeug. Diese wurde letztlich zu weiterführenden Untersuchungen einer Gynäkologie vorgestellt. Sie schien körperlich unverletzt, erlitt aber zumindest einen Schock. Im weiteren Verlauf wurden weitere schädigende Ereignisse in Dockweiler, In der Heck und in Wiesbaum auf der L 26 registriert, ebenso aufgrund des Schneefalls und teilweiser nicht angepasster Geschwindigkeit geschehen. Darüber hinaus wurden dutzendfach umgestürzte Bäume im gesamten Vulkaneifelkreis aufgezeigt, wonach auch zahlreiche Strecken gesperrt wurden. Hiervon ist für den Vulkaneifelkreis unter anderem die Kreisstraße 28 zwischen Densborn und Meisburg betroffen. Zahlreiche Bürger meldeten zudem Stromausfälle, wonach die Energieversorger tätig werden mussten.