Bickendorf. Am Sonntag (24. November) verlor ein bisher unbekanntes Fahrzeug auf der A 60 einen PKW-Reifen mit Felge. Der Vorfall ereignete sich in Fahrtrichtung Bitburg zwischen den Anschlussstellen Waxweiler und Bitburg in Höhe Bickendorf. Kurz nach 22.00 Uhr fuhren insgesamt drei PKW über die auf der Autobahn liegende Felge. Alle Fahrzeuge wurden dabei beschädigt, waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Verletzt wurde niemand. Hinweise zum Verlierer der Felge werden an die Polizei Bitburg, Tel.: 06561/9685-0, erbeten.

Niederwörresbach. Der vermeintlich unfallverursachende PKW befuhr am Donnerstag (21. November) die L 160 kurz nach 9 Uhr aus Richtung Fischbach kommend in Richtung Herrstein, die Gegenrichtung befuhr ein LKW. Kurz vor der ersten Abfahrt nach Niederwörresbach geriet der PKW ohne erkennbaren Grund und so kurzfristig auf die Gegenfahrbahn, dass der LKW-Fahrer einen frontalen Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte. Der PKW-Fahrer, ein 56-Jähriger Mann aus dem Landkreis Birkenfeld, wurde durch den Aufprall in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Obwohl Rettungskräfte sehr schnell vor Ort waren, verstarb der Mann noch in seinem Fahrzeug, vermutlich an den Folgen seiner Unfallverletzungen. Vom Notarzt eingeleitete Reanimationsmaßnahmen waren erfolglos. Ein aufflammendes Feuer im PKW konnte von den eingesetzten Polizeibeamten mit einem Feuerlöscher gelöscht werden. Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach einen Gutachter beauftragt. Die Ermittlungen dauern zurzeit noch an.

Bitburg. Am Mittwoch (20. November), gegen 05.00 Uhr, wurde die Polizei Bitburg über eine Ruhestörung im Bitburger Stadtteil Mötsch informiert. Vor Ort konnte Rücksprache mit der Mitteilerin gehalten werden. Aus der Wohnung ihres Mieters im Untergeschoss konnte lautstarke Musik wahrgenommen werden, die den ganzen Straßenzug beschallte. Auf Klingeln und Klopfen reagierte niemand. Mit einem Zweitschlüssel der Vermieterin wurde die Wohnung aus Gründen der Gefahrenabwehr betreten. Der 24-jährige Wohnungsmieter konnte unmittelbar nach Öffnung der Tür im Flur seiner Wohnung angetroffen und angesprochen werden. Auf Ansprache reagierte dieser sofort verbal aggressiv. Noch bevor eine weitere Sachverhaltsaufnahme erfolgen konnte, griff der Beschuldigte die eingesetzten Polizeibeamten an und schlug nach Ihnen. Die Beamten konnten die Angriffe abwehren, die Person überwältigen und letztlich festnehmen. Im Rahmen des Einsatzes zog sich ein 36-jähriger Polizeibeamter erhebliche Verletzungen zu. Er erlitt multiple Verletzungen am rechten Bein sowie einen komplizierten Trümmerbruch an der rechten Hand. Eine weitere 28-jährige Polizeibeamtin wurde leicht verletzt. Beide wurden zur ersten Behandlung ins Bitburger Krankenhaus gebracht und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Sie werden für einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung stehen. Der Beschuldigte stand augenscheinlich unter dem erheblichen Einfluss von Betäubungsmitteln. Im Zuge der richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung wurden erhebliche Mengen an Betäubungsmitteln (u.a. Kokain, Ecstasy, Cannabis, psychogene Pilze, Amphetamin) sowie an zugriffsbereiten gefährlichen Gegenständen, u.a. eine Wurfaxt, aufgefunden. Der Beschuldigte wurde bis auf weiteres in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Die Gewalt- und Aggressionsbereitschaft ließ auch während des Transports nicht nach. Der Beschuldigte spuckte die eingesetzten Beamten an, beleidigte diese fortwährend mit übelsten Schimpfwörtern, die hier nicht zitierfähig sind, und drohte ihnen damit sie umzubringen. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet und die Staatsanwaltschaft Trier unmittelbar über die Vorfälle informiert. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Update

Bitburg. Der Beschuldigte wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier am heutigen Tag der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Trier vorgeführt. Diese hat Haftbefehl erlassen und die Untersuchungshaft angeordnet. Der Beschuldigte wurde im Anschluss unmittelbar in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.